Kann die KI meine Website lesen? Ein Test in einer Minute
Kurz gesagt: Ob KI-Assistenten Ihre Website lesen dürfen und können, prüfen Sie in einer Minute im Browser: Sie öffnen Ihre robots.txt, suchen dort nach Sperren und nach der Zeile Content-Signal und lassen die Seite durch den kostenlosen Scanner von Cloudflare laufen. Lesbar heißt aber noch nicht genannt. Ob eine Antwort Ihren Betrieb empfiehlt, entscheiden vor allem Ihre Inhalte.
Prüfung 1: Sperrt Ihre robots.txt die KI aus?
Hängen Sie an Ihre Adresse /robots.txt an, zum Beispiel ihr-betrieb.de/robots.txt, und öffnen Sie die Seite im Browser. Achten Sie auf diese Zeilen:
Disallow: /unterUser-agent: *sperrt alle Suchroboter für die ganze Seite.- Dieselbe Zeile unter
User-agent: GPTBot,OAI-SearchBot,ClaudeBotoderPerplexityBotsperrt den jeweiligen KI-Dienst.
Fehlt die Datei ganz, ist das kein Fehler: Dann gilt die Seite als für alle offen.
Prüfung 2: Was erlaubt Ihre Seite der KI?
Manche robots.txt enthalten eine Zeile wie Content-Signal: search=yes, ai-input=yes, ai-train=no. Damit erklärt der Betreiber, wofür seine Inhalte genutzt werden dürfen. Die drei Begriffe stammen aus einem Entwurf bei der IETF:
| Angabe | Bedeutung |
|---|---|
| search | Aufnahme in einen Suchindex und Anzeige in Suchergebnissen |
| ai-input | Nutzung als Quelle, wenn ein KI-Modell eine Antwort erstellt |
| ai-train | Training von KI-Modellen |
Wer in KI-Antworten genannt werden will, sollte ai-input=no nicht setzen. Diese Angaben sind Wünsche an die Betreiber der Crawler, keine technische Sperre. Fehlt die Zeile, haben Sie nichts erklärt.
Prüfung 3: Auf welcher Stufe steht Ihre Seite?
Den Scanner von Cloudflare finden Sie auf isitagentready.com. Nach Eingabe Ihrer Adresse zeigt er eine Stufe von 0 bis 5 und die Liste der Prüfpunkte. Er prüft unter anderem, ob Ihre Seite eine Fassung als Markdown ausliefert, also als reinen Text, den Assistenten mit wenig Aufwand lesen. Das konnten laut Cloudflare (April 2026) nur 3,9 % der Seiten, die aus den 200.000 meistbesuchten Domains geprüft wurden.
Meldet der Scanner einen Fehler, weil er Ihre Seite nicht abrufen darf, ist das noch kein Beleg, dass KI-Crawler gesperrt sind. Das zeigt erst Prüfung 1.
Was der Test nicht zeigt
Eine hohe Stufe heißt nicht, dass ChatGPT oder Gemini Ihren Betrieb empfehlen. Genannt wird, wer die Frage des Kunden mit belegbaren Angaben beantwortet. Ein Beispiel: Hombach & Schäfer Bedachungsprofis in Düren wurden am 2. September 2026 in 26 von 30 KI-Antworten genannt. Beim Scanner stand die Website des Betriebs am 13. Oktober 2026 auf Stufe 1. Wie Sie prüfen, ob Sie genannt werden, steht in Wie prüfe ich, ob die KI meinen Betrieb nennt?
Häufige Fragen
- Muss ich das Training erlauben?
Nein. Ob Ihre Inhalte zum Training genutzt werden dürfen, entscheiden Sie selbst. Für die Nennung in Antworten zählen die Angaben zu Suche und Antworten.
- Kann ich die robots.txt selbst ändern?
Das hängt von Ihrem Baukasten oder Ihrem Webdienstleister ab. Bei manchen Baukästen ist die Datei fest vorgegeben, dann übernimmt der Anbieter die Änderung oder sie ist nicht möglich.
- Was kostet der Scanner?
Nichts. Stand 13. Oktober 2026 ist er frei im Browser nutzbar, ohne Anmeldung.
Wie geht es weiter?
Im kostenlosen Befund prüfen wir Ihre Website auf rund dreißig Punkte, darunter diese drei, und messen, ob die Antwortmaschinen Ihren Betrieb nennen.
Quellen: Cloudflare, „Introducing the Agent Readiness score“, 17. April 2026; IETF, draft-romm-aipref-contentsignals-00, Abschnitt 3; Nennungen des Referenzbetriebs: AI SEO, Beleg; abgerufen am 13. Oktober 2026.