Wie bekomme ich meine Firma in die Antworten der Google KI-Übersicht?
Kurz gesagt: Einen Antrag oder ein besonderes Markup gibt es nach Googles eigener Dokumentation nicht. Die KI-Übersicht beruht auf den Kern-Ranking-Systemen der Google Suche. Ihre Seite muss indexiert sein, mit Textausschnitt erscheinen dürfen und darf in der Search Console nicht von den KI-Funktionen ausgeschlossen sein. Danach gilt, was auch sonst in der Suche gilt: Die Seite muss die Frage gut beantworten.
Wie wählt Google die Quellen aus?
Google beschreibt die KI-Übersicht und den KI-Modus als Teil der Suche. Die Antworten beruhen nach Googles Angaben auf denselben Kern-Ranking- und Qualitätssystemen wie die übrige Google Suche. Zu einer Frage kann Google dabei mehrere verwandte Suchanfragen zu Unterthemen und Datenquellen, Google nennt das „query fan-out“. Eine Seite kann deshalb auch als Quelle für eine Teilfrage erscheinen, die sie besonders klar beantwortet.
Aus Googles Sicht ist die Optimierung für die KI-Funktionen deshalb keine eigene Disziplin, sondern weiterhin Suchmaschinenoptimierung. Was eine Seite in der normalen Suche stark macht, macht sie auch als Quelle für die KI-Übersicht stark.
Quellen: Google Search Central, „AI features and your website“ (Stand 10. Dezember 2025) und „Optimizing your website for generative AI features on Google Search“ (Stand 10. Juli 2026), abgerufen am 5. Oktober 2026.
Was Google ausdrücklich nicht verlangt
- Kein besonderes Markup. Strukturierte Daten sind für die KI-Funktionen laut Google nicht nötig, und es gibt kein eigenes schema.org-Markup dafür.
- Keine KI-Textdateien. Dateien wie llms.txt wertet Google Search nach eigener Aussage nicht aus; sie schaden dort nicht und nützen dort nicht. Für andere Dienste sind sie zulässig, Klartakt stellt eine bereit.
- Kein Umschreiben für KI. Laut Google müssen Sie für die KI-Suche nicht auf besondere Weise schreiben und Ihre Texte nicht in kleine Stücke zerlegen.
- Keine künstlichen Erwähnungen. Unechte Erwähnungen auf anderen Seiten nützen laut Google weniger, als man denkt; Google rät, solche Taktiken zu ignorieren.
- Keine Seiten je Fragevariante. Wer viele Seiten vor allem baut, um KI-Antworten zu beeinflussen, verstößt laut Google gegen die Spam-Richtlinie gegen massenhaft erzeugte Inhalte.
Was Sie prüfen können
| Punkt | Wo Sie es sehen | Warum |
|---|---|---|
| Seite ist indexiert | Search Console, URL-Prüfung | Voraussetzung laut Google |
| Textausschnitt ist erlaubt | Quelltext: kein nosnippet, kein max-snippet:0 | ohne Textausschnitt keine Quelle in der KI-Übersicht |
| Website nicht von den KI-Funktionen ausgeschlossen | Search Console, Einstellung für generative KI-Funktionen (seit 31. August 2026, Standard: zugelassen) | ausgeschlossene Websites erscheinen dort nicht |
| Unternehmensprofil gepflegt | Google Unternehmensprofil | Google nennt es als Hilfe für lokale Betriebe |
| Die Seite beantwortet die Frage | Ihre Website | Googles Systeme bevorzugen hilfreiche, verlässliche Inhalte |
Was zu einer guten Antwortseite gehört, zeigt unsere Prüfliste für Websites.
Woran Sie sehen, ob es wirkt
Seit 31. August 2026 zeigt die Search Console einen eigenen Leistungsbericht zu den generativen KI-Funktionen: wie oft Ihre Seiten in der KI-Übersicht und im KI-Modus angezeigt wurden, nach Seite, Land, Gerät und Datum. Der Bericht erscheint erst bei ausreichend vielen Einblendungen. Bei kleinen Websites bleibt er deshalb oft leer.
Wie Sie darüber hinaus selbst zählen, ob und wie oft Ihr Betrieb genannt wird, steht in der Anleitung Wie prüfe ich, ob die KI meinen Betrieb nennt?
Was Werkzeuge leisten können
Google schreibt, kein Werkzeug eines Drittanbieters habe Zugriff auf Googles interne Ranking- oder KI-Systeme. Werkzeuge können messen, was angezeigt wird, aber nicht sagen, warum Google eine Quelle wählt. Ein Angebot, das einen festen Platz in der KI-Übersicht verspricht, kann sich nicht auf Google berufen.
Was wir selbst gemessen haben
Am 2. Oktober 2026 haben wir Googles KI-Modus zehn Fragen zur KI-Sichtbarkeit von Betrieben gestellt. Die zehn Antworten führten zusammen 33 Quellen an. Drei davon waren Seiten von Google selbst, die meisten übrigen stammten von Agenturen und Anbietern von Werkzeugen, dazu kamen Foren und Videos.
Gemessen haben wir den KI-Modus, nicht die KI-Übersicht. Zehn Antworten sind eine kleine Stichprobe; die Zuordnung der Quellen zu Arten ist unsere Einschätzung.
Häufige Fragen
- Kann ich für einen Platz in der KI-Übersicht bezahlen?
Nein. Google schreibt über seine Suche: „Wir verkaufen Werbeanzeigen, keine Suchergebnisse.“ Anzeigen können über und unter der KI-Übersicht stehen und sind als Anzeige gekennzeichnet. Anzeigen innerhalb der KI-Übersicht gibt es bisher nur auf Englisch in zwölf Ländern, nicht in Deutschland (Stand 5. Oktober 2026).
- Brauche ich strukturierte Daten für die KI-Übersicht?
Laut Google nicht. Strukturierte Daten helfen aber, Ihre Betriebsdaten eindeutig zu machen, und Google nutzt sie in der normalen Suche für erweiterte Suchergebnisse.
- Kann ich meine Website aus der KI-Übersicht heraushalten?
Ja. Seit 31. August 2026 können Sie Ihre Website in der Search Console von den generativen KI-Funktionen ausschließen; das wirkt laut Google nicht auf das Ranking in der übrigen Suche. Mit nosnippet, data-nosnippet, max-snippet oder noindex begrenzen Sie außerdem, was Google überhaupt aus Ihren Seiten zeigt.
- Hilft es, Google-Extended zu sperren oder zu erlauben?
Für die KI-Übersicht nicht. Mit Google-Extended steuern Sie, ob Google Ihre Inhalte für das Training von Gemini und für Antworten in der Gemini-App nutzt. Auf die Google Suche wirkt es laut Google nicht.
Wie geht es weiter?
Ob Ihre Seiten die Voraussetzungen erfüllen und wie oft Ihr Betrieb heute in KI-Antworten genannt wird, zeigen wir Ihnen im kostenlosen Befund am Bildschirm. Was eine Nennung in ChatGPT kostet und was nicht, steht in Was kostet es, in ChatGPT-Antworten als Empfehlung für Ihre Branche zu erscheinen?